Betrug im WhatsApp-Status: Kriminelle kapern Konten und bitten Freunde um Geld
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(Kanton Zürich ZH). Cyberkriminelle nutzen fremde WhatsApp-Konten, um betrügerische Links an deren Kontakte zu versenden oder Geld zu verlangen.
Die Geldanfragen erfolgen in direkten Nachrichten oder im WhatsApp-Status.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Betrugsmasche: Übernahme fremder WhatsApp-Konten
- Vorgehen: Kriminelle geben sich als bekannte Personen aus
- Kontaktaufnahme: Persönliche Chatnachrichten oder WhatsApp-Status
- Ziel: Geldüberweisungen und Zugriff auf weitere WhatsApp-Konten
- Täuschung: Telefonnummer, Profil und Chatverlauf bleiben unverändert
- Weitere Gefahr: Links auf gefälschte Websites
- Schutz: Geldanfragen unabhängig überprüfen und keine Sicherheitscodes weitergeben
- Bei Kontodiebstahl: Unbekannte verknüpfte Geräte abmelden und Kontakte warnen
- Bei Geldverlust: Sofort Finanzinstitut kontaktieren und Anzeige erstatten
Die Betrugsmasche
Um Zugriff auf WhatsApp-Konten zu erhalten, nutzen die Betrüger unterschiedliche Vorwände. Ein Beispiel dafür ist die Masche „Gefälschte Tanzabstimmung führt zu Zugriff auf das WhatsApp-Konto“, über die wir bereits berichtet haben.
Sobald die Täter Zugriff auf ein WhatsApp-Konto erlangt haben, können sie darüber weitere Personen direkt anschreiben. Für die Empfängerinnen und Empfänger ist die Übernahme nicht ohne Weiteres erkennbar, da die Nachrichten im bestehenden Chatverlauf erscheinen und sowohl die Telefonnummer als auch das Profil der bekannten Person unverändert bleiben. Die Nachrichten stammen jedoch nicht mehr von dieser Person, sondern von den Cyberkriminellen.
Die Täter nutzen das Vertrauen der Kontakte auf unterschiedliche Weise. Einerseits beginnen sie persönliche Unterhaltungen, in deren Verlauf sie unter einem Vorwand um eine Geldüberweisung bitten. Andererseits veröffentlichen sie Geldforderungen im WhatsApp-Status des übernommenen Kontos, um mehrere Kontakte gleichzeitig zu erreichen. Dabei können die Begründung, der geforderte Betrag und die gewünschte Zahlungsart variieren.
Darüber hinaus versenden die Betrüger Links zu gefälschten Websites, um auch Zugriff auf die WhatsApp-Konten weiterer Personen zu erlangen und die Masche fortzusetzen.
Was muss ich tun
- Überprüfen Sie ungewöhnliche Anfragen von bekannten Personen über einen anderen Kommunikationsweg. Dies gilt auch für Geldanfragen im WhatsApp-Status.
- Überweisen Sie kein Geld, solange Sie die Zahlungsaufforderung nicht unabhängig überprüft haben.
- Geben Sie niemals zugeschickte Passwörter, Sicherheitscodes, etc. weiter.
- Folgen Sie niemals Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten bzw. Websites, da diese manipuliert oder optisch verändert sein können.
- Geben Sie im Zweifelsfall keine persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen preis.
- Verwenden Sie separate Passwörter für verschiedene Accounts, ändern Sie diese regelmässig und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Ich habe meine Daten preisgegeben
- Öffnen Sie in WhatsApp unter Einstellungen → Verknüpfte Geräte die Übersicht und melden Sie unbekannte Geräte ab.
- Falls Sie keinen Zugriff mehr auf Ihr WhatsApp-Konto haben, versuchen Sie, sich mit Ihrer Telefonnummer erneut bei WhatsApp anzumelden und folgen Sie den Schritten zur Wiederherstellung.
- Informieren Sie Ihre Kontakte, falls über Ihr Konto möglicherweise bereits betrügerische Nachrichten versendet wurden.
- Falls Sie bereits Geld überwiesen haben, kontaktieren Sie umgehend Ihr Finanzinstitut beziehungsweise den Zahlungsdienstleister und lassen Sie eine Rückforderung prüfen.
- Ändern Sie umgehend die Passwörter für sämtliche Accounts, welche über dieselben Login-Daten verfügen.
- Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
Quelle: Cybercrimepolice.ch / Polizei.news
Bildquelle: Cybercrimepolice.ch